Pictures / Live Reviews

Stäbruch Festival 2019, Untererthal 09.11.2019

Agnostic Front, Siberian Meat Grinder, First Blood, Desolated, The Take, Easy Money, Guilt Trip, The Detectors, Curselife, Thin Ice

Alle Videos vom Festival findet ihr auf unserem YouTube Kanal: Stäbruch Festival 2019

Am Anfang November war es wieder so weit, es hieß ab nach Untererthal zum Stäbruch Festival 2019. Aber zu erst ging es ins Hotel und nach dem einchecken zum fröhlichen Vorglühen in den Gastraum. Gestärkt führte uns dann der Weg zum Ort des geschehens und zur ersten Band Thin Ice. Es wurde solider Hardcore geboten, nicht mehr nicht weniger und somit perfekt für den Start in den Festivaltag.

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Danach wurde die Pause zum ausgiebigen shoppen genutzt. Der Festivalmarkt im gemütlichen „Dungeon“ und auch die Merchstände gaben dafür einiges her. Zack noch ein Bier geschnappt und weiter ging es zu Curselife. Ebenfalls Hardcore, ebenfalls solide aber ein bisschen aggressiver vorgetragen. In der Pause wurden dann erst mal die alten Bekannten begrüßt. Das ist der besondere Charm des Stäbruch Festival, man fühlt sich wie bei einem Familienfest, man kennt sich, schnakt miteinander und freut sich einfach da zu sein.

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Next Stop waren dann The Detectors. Die erste Punk-Rock Kapelle des Tages, die die Knochen in Schwung brachte. Der erste Stagedive ließ dann auch nicht lange auf sich warten und eröffnete den Reigen vor der Bühne. In der Pause wurde dann die Cocktailbar angecheckt und für außerordentlich GUT von der Stiftung Trinktest befunden. Easy Money aus den USA hauten dann erst mal ordentlich auf den Putz und es wurde eine Nummer härter. Ich hatte die Band zuletzt 2017 gesehen und muss sagen, dass sie sich deutlich weiterentwickelt haben. Wir waren uns in kleiner Runde einig, das war das erste kleine Highlight des noch jungen Festivaltages.

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Bekanntlich macht Musik hören, bewegen und dabei trinken hungrig. Also ab an die Essensausgabe und mal geschaut was die Küche so her gibt. Mit Currywurst, Pommes, Käsestangen, veganem Chilli und dem ein oder anderen weiteren Snack war für jeden was dabei. Zum Nachtisch gab es dann noch ein lecker Stück Kuchen bevor auch schon Guilt Trip die Bühne enterten. Zugegeben das neue Album „River of Lies“ konnte mich auch nach mehrmaligen hören noch nicht so überzeugen, desto gespannter war ich auf die Live Performance der Band. Kurz und knapp geschrieben, souverän gespielt, die Präsenz ist ausbaufähig, keine Enttäuschung, schaut man sich mal wieder an.

Dann war erst mal Ehrfurcht vor The Take angesagt. Was haben die Jungs für eine Hammer Oi-Punk Platte diese Jahr rausgehauen? Geboten wurden alle Hits der Scheibe zum mitsingen. Die Stimmung erreichte an diesem Tag schon mal einen kleinen Höhepunkt. Die Halle wurde stetig voller und vor der Bühne wurde es deutlich wärmer. The Take hauten vielen Fans ein Grinsen mit ihrem Sound ins Gesicht das auch für den Rest des Tages nicht mehr verschwinden sollte. OI OI OI!

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Ab zur nächsten Begrüßungsrunde und dabei den Anfang von Desolated verpasst. Man kann von Beatdown halten was man will, aber die Band zählt definitiv zu den Königen des Genre. Die Propellerkids packten das Tanzbein aus und ab ging die Lucie vor der Bühne. Gespielt wurde von allen Scheiben etwas und nach 30 Minuten war der ganze Spuk mit dem schreienden Hoodymann vorbei. Nach der Show waren dann auch die ersten durchgeschwitzten Shirts und roten Köpfe zu sehen. Energie!

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Wieder Pause und auf ging es zur Runde zwei im Hardcoreshopping. Dies hatte zur Folge das wir leider vom Punk der nächsten Band Popperklopper nicht allzu viel mitbekamen. Denn was ebenfalls eine positive Sache beim Stäbruch ist, dass man sämtlichen Bands in der Halle über den Weg läuft und so wurde eben mal mit Roger, Vinnie & Craig von Agnostic Front geschwätzt. Auch der Carl von First Blood war trotz der knappen Zeit vor seinem Auftritt noch bereit was zu der Produktion der nächsten Platte zu sagen, very nice! Popperklopper machten auf jeden Fall einen guten Job, auch wenn ich das Ganze nur im Hintergrund mitbekommen habe.

First Blood die kurzfristig für Coldside nach deren Absage eingesprungen sind erklärten uns dann noch mal die Rules! Für mich eine der besten Hardcorebands, vor allem Live ist Carl Schwartz eine Waffe. Auf der Bühne wurde nicht nur klare Ansagen gemacht sondern auch die Stagediver zeigten wie der Luftsprung funktioniert. Dies sollte sich auch für den Rest des Festivals nicht mehr ändern. Für mich war First Blood mit den noch kommenden Agnostic Front das Highlight des Festivals.

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Vor der Bühne wurde immer wieder ordentlich gewischt, denn das ein oder andere Kaltgetränk landete beim feiern nicht im Mund sondern auf dem Boden. Dies wurde für einige Tänzer zu einer rutschigen Partie. Mit Siberian Meat Grinder standen dann die Jungs aus Russland auf der Bühne und fakelten nicht lange um die picke packe volle Halle anzuzünden. Ich hab die russischen Spaßkanonen jetzt schon ein paar Mal Live gesehen aber das war definitiv die beste Show von ihnen, Brett!

Ein Tag vor dem Festival erschien „Get Loud“, der neue Longplayer von Agnostic Front. Auf der fahrt nach Untererthal wurde die dann auch ordentlich rauf und runter genudelt und wir waren alle bestens eingestimmt auf die Lower East Side Crew. Für viele der Anwesenden sind sie der Inbegriff des New York Hardcore. Die Band hatte die Menge sofort schon mit dem ersten Song im Griff. Neben einigen wenigen neun Songs wurden einem die bekannten Klassiker um die Ohren gehauen und ordentlich mit gegrölt. Was für eine Party, was für eine Spielfreude der Band! Vinnie die alten Rampensau, spielte vor der Stage im Circle Pit auf und ließ sich dabei ordentlich feiern. Das man von Roger Miret keine stimmlichen Höchstleistungen erwarten kann ist bekannt und von daher wurde auch niemand enttäuscht. Abgeschlossen wurde das Set wie immer mit dem Klassiker „Blitzkrieg Bob“ von den Ramones. Damit setzten Agnostic Front ihrem Set ein wie immer würdiges Ende und zeigt wo der Headliner Hammer hängt.

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Nach dem Festival ist vor der After Show Party und dementsprechend wurde noch einige Stunden ausgiebig gefeiert. Es war uns eine Ehre auch diese Jahr wieder dabei sein zu dürfen.

Danke noch an Marianne aus Würzburg, die uns Besoffskis ganz selbstlos ins Hotel gefahren hat. Grüße gehen auch an die Jungs rund um Mannheim und Saarbrücken, wir sehen uns;-).

Danke an Simon und das ganze Away From Life Team mit seinen Helfern. Ihr stampft immer wieder ein großartiges Festival aus dem Boden. Wir sehen uns nächstes Jahr!

 

 

Strife, Kesselhaus Wiesbaden 07.10.2019

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The Baboon Show, Colo-Saal Aschaffenburg 14.09.2019

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Lionheart & Additional Time, Cafe Central Weinheim 06.08.2019   

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Additional Time

 

Rammstein Live Waldstadion (Commerzbank Arena) Frankfurt 13.07.2019

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La Dispute im Schlachthof Wiesbaden 08.07.2019

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Mission Ready Festival 2019!

Mit Menschen, Risk It, Rykers, Ignite, Sonne, Cro-Mags, Booze & Glory, Alkohol, Agnsotic Front, Hitze, Harms Way & Devil In Me!

Am 06.07.2019 rief Onkel Punk Rock alias Steffen Rose wieder die Fans des Hardcore und Punk auf den alten Armeeflughafen nach Giebelstadt bei Würzburg zum dritten Mission Ready Festival. Das Line-Up Versprach schon im Vorfeld ein großartiges eintägiges Festivalevent. Das Wetter spielte hervorragenden mit und es war für alle musikalisch was geboten.

Eröffnet wurde der Spaß von der Band Bob Ross Effect pünktlich zum Einlass mit lockerem  90er Punkrock. Genau das richtige zu ankommen und für die erste Runde am Pfeffibus. Das Debut Album „Expecting Anything“ werde ich mir die Tage mal zu Gemüte führen, ist bestimmt ne feine Scheibe. Weiter ging es dann mit Risk It auf der Hardcore Stage. Sie schafften es im Handumdrehen mal ein ordentliches Pit zum laufen zu bringen und das auch über die ganze halbe Stunde Spielzeit zu halten. Oldschool Hardcore as it´s best. Man muss die Jungs einfach gerne haben. Die Menge schwitzte ordentlich in der heißen Mittagssonne und das war erst der Anfang des Tages.

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Dann ging es wieder rüber zur Punk Rock Stage zu den The Bar Stool Preachers. Es gab schönen eingängigen Punk ohne Schnörkel der das Bier gleich noch einen ticken besser schmecken ließ. Der gewohnte Wechsel zwischen den zwei Stages ohne Pause ließ uns dann auch schnell zu Devil In Me aus Lissabon kommen. Ich muss zugeben, nicht ganz so meine Band aber nach dem Auftritt beim diesjährigen Mission Ready hat sich das geändert. Devil In Me hatte sichtlich Spaß daran, der Crowd ihren harten Sound in die Ohren zu dreschen. Der Sänger Poli, feierte ordentlich mit den Fans im Graben und ließ die Songs von der Masse mitsingen. Flux kamen dann auch schon wieder unser heimliches Highlight auf der Punk Rock Stage auf die Bühne, Booze & Glory. Es hat uns schon im Vorfeld wahnsinnig gefreut, die Band nach der Persistence Tour zum zweiten Mal in diesem Jahr Live zu sehen. Hammer Auftritt bei dem kein Song den man hören wollte gefehlt hat, einziger Wehrmutstropfen, der Spaß war viel zu schnell vorbei:-).

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Harm´s Way packten dann die Crust Hardcorekeule aus und begannen das Publikum damit zu verdreschen. Hatte Sänger James Pligge bei de ersten beiden Songs noch sein Shirt an änderte sich das bei „Last Man“ und der durchtrainierte tätowierte Oberkörper durfte vollflächig Frischluft atmen. Bei der Setlist lag der Schwerpunkt auf dem aktuellen Longplayer „Posthuman“, hier hätte man noch den ein oder anderen Klassiker unterbringen können. Nichtsdestotrotz dürften Harm´s Way ihre Fanbase an diesem Tag um einiges erweitert haben. Die im Anschluß spielenden The Rumjacks nicht zu mögen ist so gut wie unmöglich. Dies merkte man dem Publikum vor der Punk Rock Stage deutlich an. Der Celtic Punk Rock Sound lässt einem einfach nicht ruhig dastehen und an seinem Bierchen nippen. Das Tanzbein musste geschwungen werden. Mit ihrem letzten Album „Saints Preserve Us“ haben sie noch mal deutlich an ihrem Sound geschraubt und das an diesem sonnigen Tag Live hervorragend vorgetragen.

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Viele Fans, die speziell für die Hardcore Stage angereist waren sammelten sich dann genau vor dieser um die Ryker´s zu sehen. Meine Fresse was für ein Brett! Ob alt, wie „Brother against Brother“ oder neu wie „Losing  Touch“, die Songs knallten einem gerade so in die Ohren. Genau so wie es auf der Bühne abging, ging es auch im Pit zu. Es flogen Arme, Beine und ganze Körper. Zu guter Letzt durfte dabei natürlich auch Sänger Dennis  nicht fehlen. Die Ryker´s wurden frenetisch gefeiert und das vollkommen zu Recht. Wir gönnten uns dann erst mal eine Pause bei einem Burger und Bier während No Fun At All aufspielten. Die waren gut und wurden vom Publikum dementsprechend gefeiert. Kleine Kritik am Rande, in Zeiten der ganzen umherfahrenden Foodtrucks  hätten wir uns beim Essen etwas mehr Innovation gewünscht. Aber wir waren ja nicht zum Schlemmen da und deswegen ging es dann auch gestärkt zu den legendären Cro-Mags JM mit John Joseph. Nach dem das jetzt mal mit dem Namen zwischen ihm und Harley Flanagan geklärt sein dürfte können sich die Herrschaften mal wieder auf das wesentliche konzentrieren und das ist Musik. Das wurde dann auch geboten mit einem Potpourri aus Songs der ersten Alben. Souverän gespielt und auf den Punkt gebracht. Alle hatten ihren Spaß und das Publikum wurde perfekt bedient. Der Sound war über den gesamten Festivaltag perfekt abgemischt und verdient ein großes Lob , das kann nämlich nicht jedes Open Air von sich behaupten.

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Dann gab es Ska-Punk aus Italien mit den wundervollen Talco. Genau der richtige Sound zur richtigen Uhrzeit. Den Jungs merkt man einfach ihre fast zwanzigjährige Live Erfahrung an, sie wissen genau wie man die Menge in richtige Partystimmung bringt.

Dann kam es wieder zum alljährlichen Mission Ready Phänomen, zumindest für uns;-). Die vorletzte Band des Tages war in den Jahren zuvor Madball und H2O, sie spielten zum Sonnenuntergang den perfekten Festivalgig. Diese Jahr hatten Ignite das Vergnügen diesen Slot zu bespassen zu dürfen und wir wurden nicht enttäuscht. Die Band aus Orange County lieferten mit ihrem Hardcore-Punk Sound genau das was jeder in diesem Moment vor der Stage hören wollte. Ein Set bestehend aus Klassikern die von der ersten bis zur letzten Zeile mitgesungen oder teilweise besser mitgegrölt wurden. Für uns ganz klar nach den Ryker´s das zweite Highlight des Tages. Wir freuen uns schon drauf wer nächstes Jahr an dieser Stelle die Leute zum ausrasten bringt. Zu den darauffolgenden Millencolin kann ich leider nichts sagen da einfach auch unheimlich viele Leute vor Ort waren,mit denen man mal wieder ein Schwätzchen halten musste.

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Headliner waren dann das Hardcore-Urgestein Agnostic Front aus New York. Was soll man groß schreiben über Roger Miret, Vinnie Stigma, Craig Silverman, Pokey Mo und Mike Gallo? Mehr Oldschool ging an diesem Tag nicht mehr. Ob „Police Violence“, „Gotta Go“ oder das obligatorische „Blitzkrieg Bob“ von den Ramones, Agnostic Front hatten alles im Griff. Erfahrung zahlt sich eben aus auch wenn Roger Miret mittlerweile deutlich seine Jahre anmerkt. Aber darauf kommt es nicht an, denn er gibt immer noch alles auf der Bühne. Ein Kollege neben uns meinte dann noch ironisch “ Der Roger könnte mal der Ozzy Osbourne des Hardcore werden“. Vielleicht hat er gar nicht so unrecht. Mit den The Migthy Migthy Bosstones als Headliner der Punk Rock Stage gab es dann noch mal zum Abschluß die volle Gute-Laune-Party Packung. Diejenigen die noch die Energie hatten gaben noch mal alles um die Beine tanzen zu lassen der Rest genoss das Finale eines fantastischen dritten Mission Ready Festivals.

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Was bleibt noch zu sagen? Wir finden das das Mission Ready eines der besten Open Air Festivals ist das gibt. Wir kommen auch 2020 wieder, denn unsere Tickets sind schon bestellt! Die Organisation ist bis auf den kleinen Kritikpunkt mit der leiblichen Versorgung wirklich super. Sei es die Security, die Menschen vom Service oder alle anderen die dieses Festival ermöglichen. Sie waren immer freundlich und hatten auch im größten Stress immer ein offenes Ohr für den ein oder anderen anstrengenden Festivalbesucher. Für das nächste Jahr wünschen wir uns für die Hardcore-Stage die großartigen Have Heart, Turnstile oder Tausend Löwen unter Feinden. Auch gegen eine zweite Runde mit H2O oder Terror hätten wir nichts einzuwenden. Beim Punk könnte es das Toxpack, Rancid oder auch NOFX, die zweite Runde geht hier ganz eindeutig an The Baboon Show deren Auftritt uns vor zwei Jahren umgehauen hat. Wir lassen uns mal überraschen. Ach wenn es doch nur schon bald der 4.Juli 2020 wäre!

Link zur Playlist auf unserem YouTube Kanal: Mission Ready Festival 2019

 

Cannibal Corpse & Betrayal im Colo-Saal Aschaffenburg 30.06.2019

Link zur Playlist: Cannibal Corpse Betrayal

 

 

 

Parkway Drive Reverence Tour 2019 in der Jahrhunderthalle Frankfurt 27.01.2019 Special Guests Killswitch Engage & Thy Art Is Murder

 

 

Persistence Tour 2019 mit Sick Of It All, Ignite, Walls Of Jericho, Booze & Glory, Municipal Waste, Siberian Meat Grinder & Take Offense im Schlachthof Wiesbaden 24.01.2019.

Link zur Playlist mit allen Bands auf unserem YouTube Kanal: Persistence Tour

 

 

 

Hawser, Peace of Mind & Born as Lions, Teestube Alzenau 29.12.2018

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Jesse Barnett (Stick To Your Guns) & Scott Ruth, Museum Wiesbaden 02.12.2018

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Tocotronic, Colo-Saal Aschaffenburg 10.11.2018

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Suicidal Tendencies, The Idiots & Of Colours, Colo-Saal Aschaffenburg 04.11.2018

Ihr kennt das alle bestimmt, es gibt Konzerte von Bands die hat man schon so einige Male gesehen und weiß die werden gut, nicht mehr aber auch nicht weniger. So war auch unsere Erwartungshaltung vor der Show von Suicidal Tendencies im Colo-Saal in Aschaffenburg.
Was allerdings an diesem Abend passierte war schon mal eine ordentlich amtliche Hausnummer der Definition von FETT!
Zuerst enterte die Frankfurter Band Of Colours die Bühne. Relativ schnell konnte sie dank Sängerin Anne die Aufmerksamkeit im bereits gut gefüllten Colo-Saal auf sich ziehen. Die Band ist in letzter Zeit nach dem Release ihres Albums „Entelechy“ so einiges rumgekommen im Land und es war ihnen sofort anzumerken wie gut sie aufeinander eingespielt sind. Ein Großteil der Leute ging bei dem Metalcorelastigen Sound sofort mit und war sichtlich der Stimmgewalt von Anne beeindruckt. Starke Show einer Band die zu mehr bereit ist.
Danach kamen The Idiots die uns erst mal so nicht geläufig waren. Schnell kam man aber auf den Trichter, das das The Idiots aus dem Ende der Siebziger sind. Eine Band die es nicht erst seit gestern gibt auch wenn es dazwischen mal eine lange Pause eingebaut wurde. Kopf des Ganzen ist der Sänger Sir Hannes Smith. Seine Outfits sind legendär ebenso wie seine Erscheinung und genau das ließ den Funke zum Publikum sofort mit dem ersten Punk-Song überspringen. Was folgte war ein ordentlicher Abriss aus den letzten beiden Alben „Gott sein Punk“ und „Amok“. Grandioser Gig!
Suicidal Tendencies spielten zuletzt vor ca. eineinhalb Jahren im Colo-Saal es war eine ordentliche Show, die aber nicht sonderlich in Erinnerung blieb. Viele Gesichter von damals sah man am Sonntag wieder in dem bis dahin brechend vollen Colo-Saal. Was dann auf der Bühne passierte war eine Demonstration des Skatepunkhardcore. Mike Muir legt los wie ein Derwisch und knallte die Hits aus der langjährigen Bandgeschichte nur so raus. Egal ob es „You Can´t Bring Me Down“, „I Saw our Mommy“ oder „War Inside My Head“ war, alles wurde frenetisch abgefeiert und vor der Bühne war ordentlich Bewegung drin. An den Drums hatte wieder Dave Lombardo Platz genommen über dessen Handwerk man nun wirklich nicht mehr sprechen muss. Auch Bassist Ra Diaz und Gitarrist Jeff Pogan bewegten sich wie Tennisbälle über die Bühne und zeigten dabei noch eine unglaublich souveräne Spielfreude. Am Schluß der guten Stunde durften natürlich alle noch mal mit ST auf die Bühne um dem ganzen die Krone aufzusetzen.
Seit langem hat kein Abend wie dieser so überrascht.

Dreimal wurde mehr als 100% abgeliefert. Das konnte man auch an der Energie des Publikums spüren, ich hab schon lange nicht mehr die Klimaanlage im Colo-Saal tropfen gesehen.
Beim Abgang wurde dann noch beim Merch vorbeigeschaut wo Sir Hannes großzügig war und noch einen Rabatt beim Vinylkauf gewährte. Beide Platten laufen seitdem in der Dauerschleife und erinnern an eine Supershow im Colo-Saal.

Link mit Videos auf unserem You Tube Kanal: Suicidal Tendencies

Link mit Videos auf unserem You Tube Kanal: The Idiots

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Life of Agony, BillyBio & All Hail The Yeti, Colo-Saal Aschaffenburg 16.10.2018

Das Colo-Saal in Aschaffenburg öffnete wieder mal seine Pforten für die harten Mädels und Jungs.

Gestartet wurde der Spaß mit All Hail The Yeti. Der Bandname lies erst mal nicht darauf schließen was man musikalisch zu erwarten hatte. Aufgespielt wurde dann klassischer Metalcore. Dem ein oder anderen konnte die Band, des bis dahin mäßig gefüllten Colo-Saals mehr als nur ein wippendes Kopfnicken entlocken. All Hail The Yeti erfinden das Genere nicht neu haben aber einen guten Opener-Job erledigt.

Bei dem darauffolgenden BillyBio wusste man schon vor ab, das es um Hardcore geht. Allerdings wie der Sound bei Billy Graziadei´s Soloprojekt Live klingt war noch für den ein oder anderen ein kleines Geheimnis. Der Laden hatte sich bis dahin erheblich gefüllt und man konnte erkennen das so einige Biohazard Fans den Weg nach Aschaffenburg gefunden hatten. Billy und seine Jungs hauten dann gleich mal ordentliche Hardcoremucke raus bei der niemand enttäuscht wurde. Die neuen Songs vom Album Feel The Fire das am 30.11.2018 erscheint haben bei mir gleich mal zu einer Vorbestellung der Platte geführt. Klingt eben immer noch wie Biohazard! Einige irritierte Blicke gab es aber trotzdem im Publikum, einerseits wurden die Songs von Billy über ein Headset geträllert und nicht über ein klassisches Mikrophone. Dazu kannte er wohl noch nicht alle Texte der neuen Tracks was dazu führte, das öfter mal ein Texthefter benutzt wurde. Nichtsdestotrotz ließen es die Jungs von BillyBio ordentlich Krachen.

Life Of Agony hatten dann im Anschluss ein leichtes Spiel. Das Set aus Hits und einigen neuern Liedern ließ keine Wünsche offen. Mina Caputo hat die Menge ab der ersten Minute bis zum Schluss fest im Griff. Ihre Stimme hat halt immer noch etwas einzigartiges. Die Anlage wurde noch etwas nach oben gedreht, so das man auch noch am Morgen danach noch was von dem Konzert hatte durch das pfeifen im Ohr. Kurz vor Ende gab es dann noch ein Highlight. BillyBio enterte noch mal die Bühne und spielte gemeinsam mit Life Of Agony den Biohazard Klassiker Punishment. Das Ganze kann man sich auch im Video auf unserem You Tube Kanal anschauen! Die Crowd flippte aus und es wurde hart getanzt. Nach etwas mehr als einer Stunde war dann Schluss und man konnte zu allen drei Bands fast nur positives Feedback hören. Das nenne ich mal einen gelungen Abend!

Link mit Videos auf unserem You Tube Kanal: BillyBio Colo-Saal Aschaffenburg

Link mit Videos auf unserem You Tube Kanal: Life Of Agony Colo-Saal Aschaffenburg

Link mit Videos auf unserem You Tube Kanal: All Hail The Yeti Colo-Saal Aschaffenburg

 

 

Stäbruch Festival 2018

The Baboon Show, Born From Pain, Moscow Death Brigade, Risk It, Ays, Worst, Empowerment u.v.m.

Fazit: Das Stäbruch Festival 2018 war ein voller Erfolg, wir freuen uns jetzt schon auf die Wiederholungstat im nächsten Jahr.

So kurz und knapp könnte man es durchaus formulieren, aber da war ja noch viel mehr. Eins noch vor ab, auf Grund der vielen bekannten Gesichter vor Ort war es leider nicht möglich alle Bands zu sehen, aber vom Hörensagen war kein Totalausfall dabei!

Los ging es mit Cock Riot die das Ganze mit einer ordentlichen Prise Punkrock eröffneten. Danach wurde die Dampflok mit Worst aus Brasilien gestartet. Der Mix aus Hardcore und Metal kam beim Publikum gut an und der ein oder andere begann schon mal aus der Hüfte raus das Tanzbein zu schwingen. Hauptsächlich wurden Songs vom aktuellen Album Deserto gespielt. Die Platte hat ordentlich Bums und konnte auch so von der Bühne geblasen werden. Auch nach ihrem Gig zeigte sich die Band innerhalb der crowd sehr aktiv und feierte ordentlich mit. Zu den darauffolgenden This Means War können wir leider nichts sagen, da wir kurzfristig in ein nettes Gespräche verwickelt wurden.

Weiter ging es dann mit dem Hardcore-Funk Sound von Slope. Dem ein oder anderen in der Menge war anzusehen das die Jungs nicht sein Ding sind, was den Rest aber nicht davon abhielt zum ersten mal an diesem Tag die Bühne zum Stagediving zu eröffnen. Die anschließenden Arrested Denial konnten wir dann nur akustisch Wahrnehmen weil man sich vor der Halle zu einem erneuten Gesprächskreis unter Freunden traf. Was aber vom Streetpunk mit Einflüssen aus Ska und Hardcore nach draußen drang,  passte optimal zu den sommerlichen Temperaturen im Herbst. Dann ging es weiter mit dem bitterbösen Hardcore von AYS. Eine sympathische Ausstrahlung sieht anders aus aber das ist man durchaus von der Band gewöhnt. Hart gefeiert wurde trotzdem vor der Bühne und AYS spielten sich souverän durch ihren Katalog an Songs.

Stuttgart asozial hieß es im Anschluss mit Empowerment deren Augenmerk auf ihrem neuen Album Bengalo lag. Die neuen Tracks wurden schon von der Menge bereits verinnerlicht und ordentlich mitgesungen. Die Band ist halt Grundsympathisch und das konnten sie auch direkt ins Publikum übertragen die ausgelassen feierten. Risk It holten dann den Oldschool Spiegel raus und zeigten den Anwesenden darin ihre mittlerweile erheblich große Hardcorehits Sammlung. Ein Fest für Stagediver und Freunde des gepflegten Circle Pits. Letzteres war dann auch bei den Sturmmaskenjungs der Moscow Death Brigade mit ihrem Circle Pit Hip-Hop angesagt. Der Sound war zwar für einige zu speziell aber die zwei Jungs und ihr DJ hatten die Meute mit ihren Hits wie Papers Please!, Boltcutter und Brother & Sisterhood fest im Griff. Zu guter Letzt wurde dann auch noch das Partykrokodil zu Crocodile Style auf die Bühne geholt und dazu ordentlich gehüpft.

Die darauffolgenden Born From Pain traten dann Superspielfreudig auf, dies übertrug sich auch bedingungslos auf das feiernde Volk. Es wurden Hits gespielt und auch verkündet das im Dezember das neue Album kommt. Highlight am Rande ein Stagedivender K. M.! Mit The Baboon Show wurde dann der krönende Abschluss eingeleitet. Die Schwedische Band um die extrovertierte Sängerin Cecilia Boström packte noch mal die Punkrock-Keule aus und donnerte damit ihren Sound in die Gehörgänge ihrer Jünger. Mit ihren Songs konnten Sie noch mal die letzten Reserven des Publikums mobilisieren und es wurde noch mal ausgelassen mitgesungen und getanzt. Live können ihn derzeit nur wenige Punk-Bands das Wasser reichen, da freut man sich schon auf die Club-Tour Anfang nächsten Jahres. Nach dem letzten Act des Tages war noch lange nicht Schluss, es wurde noch bei der After Show Party weiter gefeiert und der ein oder andere Cocktail vernichtet.

Das Festival konnte sich im Vergleich zum Vorjahr noch mal deutlich steigern was man auch an der Anzahl des anwesenden Publikums feststellen konnte. Getränke gab es reichlich von Softdrinks bis Cocktails war alles günstig zu haben. Auch das Essen bot von Vegan bis zu herzhaft mit Fleisch alles was der Magen begehrt.  Im Keller lud dann noch ein kleiner aber feiner Festivalmarkt zum Shopping ein, bei dem der ein oder andere mit leerem Geldbeutel nach Hause gegangen sein dürfte.

Das ganze war super organisiert und in diesem Zuge möchten wir uns auch noch mal bei Simon, dem Away from Life Team und allen die sonst noch beim Stäbruch Festival mit organisiert und geschuftet haben bedanken. Das Stäbruch Festival 2019 ist definitiv wieder ein Pflichttermin für uns und hoffentlich für euch auch!

Die Live-Videos vom Festival findet ihr hier: Stäbruch Festival 2018

 

 

Harm´s Way, Sanction & Renounced, Kesselhaus Wiesbaden 29.08.2018

Das Kesselhaus öffnete am Mittwoch die Pforten zur Besichtigung von James Pligge und seiner Band Harm´s Way. Mit dabei im fröhlichen Hardcore Reigen waren auch noch Sanction aus New York und Renounced aus London.
Das Kesselhaus war mäßig gefüllt was allerdings bei den auftretenden Bands nicht anders zu erwarten war. Renounced eröffneten den Reigen. Der Sound der Band war wie immer Klasse was man aber von der Performance dieses mal nicht behaupten konnte. Im Speziellen fällt dies bei Sänger Daniel Gray auf, der ständig wie ein lustloser Tiger im Käfig auf und ab läuft. Gerade bei Shows die nicht so gut besucht sind und bei denen das Publikum recht verhalten agiert hat man immer wieder den Eindruck, als ob da der Spaß an der Sache fehlt. Vom Gesang hat er aber auch wieder geliefert, was irgendwie die Hauptsache ist. Den Rest von Renounced würde ich von der Kritik mal ausnehmen, die haben ihr möglichstes gegeben und die Songs souverän gespielt. Das Set bestand aus einer guten Mischung ihrer zwei Alben „The Melancholy We Ache“ (2014) und „Theories Of Despair“ (2016).

Link mit Videos auf unserem You Tube Kanal: Renounced Kesselhaus Wiesbaden
Danach betraten recht zügig Sanction die Bühne. Ich hab die Jungs bis dato noch nicht Live gesehen und auch zuvor nicht wirklich wahrgenommen. Umso größer war dann die Überraschung was die Jungs auf die Planken legten. Den Klang würde ich als den momentanen „State oft the Art“ Hardcoresound beschreiben, nicht wirklich neu aber auf den Punkt rausgeschrien und rausgeprügelt. Die Action auf der Bühne so wie vor der Bühne nahem gleich mal deutlich zu. Das Set war kurz und der ganze Spaß nach ca. 20 Minuten vorbei. Sobald Sanction mal wieder irgendwo in der Nähe zu sehen sind, werde ich auf jeden Fall auch wieder am Start sein. Ich mag es wenn mich Bands überraschen die ich nicht auf dem Schirm hatte!

Link zum Video auf unserem You Tube Kanal: Sanction Kesselhaus Wiesbaden
Danach kam dann die Maschine Jimmy Pligge mit Harm´s Way. Schon vor der Show, beim Soundcheck zog er die Blicke des Publikums auf sich. Auf Grund der angenehmen Raumtemperatur verzichtet er gleich auf das T-Shirt und stellte seinen tätowierten Oberkörper dem Publikum zur Schau. Dann ging es los von nach kurzem Intro von Null auf achtzig um nicht gleich das ganze Pulver zu verschießen. Harm´s Way spielte das ganze überzeugend runter egal ob es ältere oder neue Songs vom letzten Album „Posthuman“ (2018) waren. Der momentane Hit der Band mit „Become A Machine“ durfte natürlich nicht fehlen und sorgte für die besten Tanzeinlagen des Publikums am Abend. Nach ca. 35 Minuten inklusive einer Zugabe hatte man sich dann satt gesehen und gehört und wurde in den Regen entlassen.

Link mit Videos auf unserem You Tube Kanal: Harm´s Way Kesselhaus Wiesbaden

S.H.

 

 

Deez Nuts, Counterparts & Shattered Lions, Colo-Saal Aschaffenburg, 21.08.2018

Gestern Abend eröffneten Shattered Lions aus Frankfurt die Show. Ich hab sie jetzt in kurzer Zeit dreimal genißen dürfen und die Jungs waren gestern Abend in Topform. Neben einigen alten Songs wurden auch neue Stücke gespielt die gut ins Ohr gingen. Die Vorfreude auf ein neues Release der Shattered Lions wächst bei mir von Show zu Show! Der Sound war gut die Stimmung auch. Wie das so bei nem Opener ist, ist das Publikum auch hier wieder sehr verhalten gewesen obwohl die Songs echt Tanz Kompatibel sind.

Link mit Videos auf unserem You Tube Kanal: Shattered Lions Colo-Saal Aschaffenburg

Als nächstes enterten Counterparts die Bühne. Bei Ihrer ersten Show ser Europatournee in Frankfurt merkte man ihnen noch das Jetlag an. In Aschaffenburg war das anders. Die Band um Sänger Brendan Murphy war hellwach und spielte sich durch ihr Set das zumeist aus Songs vom aktuellen Album „You´re Not You Anymore“ und „Tragedy Will Find Us“ bestand. Der Sound war OK und hätte an manchen Stellen aber etwas besser sein können. Das Publikum war ebenso da und die Party mit dem üblichen Circlepit und trallala wurde konstant durchgezogen. Fazit: Sie bleiben einer der besten Livebands im Hardcoregenere. Wer Counterparts noch nicht gesehen hat sollte dies unbedingt mal tun!

Link mit Videos auf unserem You Tube Kanal: Counterparts Colo-Saal Aschaffenburg

Dann kam der Headliner mit Deez Nuts. Sie waren gestern ebenfalls gut aufgelegt. Der Bass war durch Carl Schwartz dem Sänger und Kopf hinter First Blood bestens besetzt. Dies hört man dann auch durch seine prägnante Stimme in den backing vocals. Sie spielten sich routiniert durch ihre Hits und Menge feierte ordentlich mit. Ich kann nicht sagen wie oft ich Deez Nuts schon gesehen habe, aber dies war definitv einer ihrer besten Auftritte in letzter Zeit.

Link mit Videos auf unserem You Tube Kanal: Deez Nuts Colo-Saal Aschaffenburg

Fazit: Ich würde mir mehr solcher Veranstaltungen im Colo-Saal wünschen, klar es war nicht ausverkauft, aber trotz der Ferienzeit und dem Termin unter der Woche gut besucht. Insgesamt war es eine runde Sache und ich hoffe es gibt weitere von diesen Shows. Das das ganze in Aschaffenburg funktioniert hat man gestern wieder gesehen!

S. H.

 

 

GHCF Sommerfest, JUZ Erlenbach, 21.07.2018

mit u. a. : Tausend Löwen unter Feinden, New Hate Rising, Nintynine, Fists of Time, Forgotten Chapter, Born as Lions, Dock 83

Link mit Videos zur Show auf unserem YouTube Kanal: GHCF Summerfest

 

 

 

8Kids, Schlosskeller Darmstadt, 26.01.2018

Link mit Videos zur Show auf unserem YouTube Kanal: 8Kids Schlosskeller Darmstadt