Music Reviews

Review: Nautilus – Rest In Peperoni

Nautilus

Es gibt Bands, die spielen sich den Arsch ab und Nautilus aus dem Raum Frankfurt gehören dazu. Schon länger haben die Boys ihre EP Rest In Peperoni am Start und touren damit unermüdlich durch die Lande. Die Pizza ist in vier Stücke geschnitten und eine wirklich Runde Sache
Beim Titel der Platte hört der Spaß aber auch schon auf denn es wird ordentlich Hardcore mit einer Portion Metal und sogar Sludge geboten. Natürlich ist das ganze auch gewürzt mit einer ordentlichen Prise aggressiver Schärfe.
Los geht die Pizzaparty mit dem Backseat Smoker. Der erste Biss, ein kleines Intro im Track die Geschmacksnerven machen sich bereit bevor der Song in einer Geschmacksexplosion übergeht. Hardcore mit einem Break das dann melodiös wird wie Oliven und in ein doomiges Ende übergeht. Der Appetitanreger funktioniert perfekt und das kleine Fressflash startet durch mit Hunger nach mehr! Psychosis hört sich schon mal ordentlich nach Schmackes an und verspricht nicht zu wenig, erst mal geht es Soundmäßig gewohnt weiter dann wird ein bisschen gerappt bevor es richtig gegroovt wird. Das Stück der Pizza bei dem so ziemlich alles drauf ist was das Herz begehrt.
Das nächste viertel hört auf den Namen Prep Walk und lädt und lädt nach dem schnellen Bissen am Anfang durch den langsamen Schluss zum maximalen Genuss ein. Definitiv das am meisten mit scharfen Peperonis belegte Stück bei dem man sich nicht traut es ganze schnell zu Essen. Genau das ist es was auch Nautilus ausmacht, nicht einfach nur Tomate, Käse und Sardellen drauf sondern jede Menge Abwechslung in der Zutatenwahl.
R.I.P. ist dann die Ecke mit den vier Käse Sorten und der perfekte Abschluss des leckeren Mahls. Der Track startet mit einem langem Instrumental bevor, in schon fast Sludgeartigen Sound abdriftet. Die Shouts der letzten Strophe hauen dann noch mal alles raus. Der Track ist mein Highlight der EP er ist der krönende Abschluss, eine Pizza bei der man sich denkt ein Stückchen hätte es auch noch mehr sein dürfen.
Die Produktion der Scheibe ist solides Handwerk, alles Selfmade, wie beim guten Pizzabäcker, der kauft seinen Teig schließlich auch nicht fremd ein sondern macht ihn selbst. Man merkt an wie viel Liebe darin steckt und das der Belag nicht einfach draufgeklatscht ist.
Nautilus haben mit Rest In Peperoni bewiesen das sie zu mehr bereit sind. Dies ist definitiv kein Fast Food sondern die Pizza die man sich beim Italiener immer wieder bestellt und zu der man auch wieder zurückkehrt wenn man mal eine andere Sorte probiert hat.
Live ist die Kapelle eh zu empfehlen. Sollte Nautilus mal irgendwo bei euch ihren mobilen Steinofen anschmeißen, guckt vorbei und nehmt ein leckeres musikalisches Stück Pizza mit.

Bandcamp: Nautilus

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Shop: Nautilus

You Tube: Nautilus Live in Aschaffenburg 2019

 

 

Review: Born As Lions – The Serpent In Us

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Da hauen Born As Lions so einfach mal ihre neue EP The Serpent In Us raus. Ohne das Ganze groß anzukündigen ballern einem die Jungs aus Frankfurt fünf brachiale Songs um die Ohren. Los geht’s ohne störendes Intro mit Karacho und dem ersten Track Hype-O-Crites. Hardcore schnell gespielt mit einer kleinen Melodie und einem sanften Break das mal gleich wieder die Vielseitigkeit der Band zeigt. Vor allem Henryks Gesang sticht hervor, starke Variation die der Kerl da bringt. Hammer!

Weiter geht es mit groovendem Geballer. Das kleine Monster hört auf den Namen Machinery das einem da um die Ohren fliegt. Präzision ist Trumpf was hier in den 1:18 Minute gespielt wird hat mich erstmal so richtig überrascht. In dem Song steckt ne Menge Metal wie es ich für eine ordentliche Machinery gehört.

Disconnected wird dann seinem Titel leider nicht gerecht. Ich bin Fullconnected in Hardcore. Super frischer Sound so muß Hardcore, wenn er nicht Oldschool sein will heute klingen.

Mit dem darauffolgenden Serpent Tongue liefern Born As Lions ihr bishergies musikalisches Meisterstück ab. Abwechslung wird hier GROSSGESCHRIEBEN. Breaks sägende Riffs, Melodie, Shouts, klirrende Hi-Hats und noch viel mehr. Der Song ist wie ein Abenteuer bei dem es unendlich viel zu entdecken gibt. Serpent Tongue ist die Schlange die sich mit den Gehirnwindungen verbindet und die man nicht mehr rausbekommt.

Es ist wirklich schade das mit Erased schon der letzte Song vor der Tür steht und um Einlass in den Gehörgang bittet. Die Nummer geht er klassisch vor, Hardcore mit Anleihen der alten Schule und im letzten drittel einer Prise Metal.

Born As Lions liefern mit The Serpent In Us ihre bisher bestes Output ab. Textlich bewegt man sich gewohnt sozialkritisch. Musikalisch haben sich die Frankfurter so einiges draufgespielt. Man merkt den Jungs an, dass sie in den letzten Monaten so einige Kilometer abgerissen haben und dabei zusammengewachsen sind. Respekt was hier wieder mal in DIY erreicht wurde. Die EP ist wirklich super Produziert. Was ich mir allerdings Wünsche ist, das es als nächstes ein ganzes Album gibt. Zeit wird es!

BAL Bandfoto

Bandcamp: Born As Lions

YouTube: Born As Lions

Facebook: Born As Lions

 

 

Review: Scarfold – Unstoppable (Release 04.04.2019)

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Letzte Jahr durfte ich Scarfold das erste mal Live genießen. Zuvor hatte ich bis dato noch nichts großartig von der Band gehört. Das was man sich bei Bandcamp von den Jungs anhören konnte hat mir gut gefallen aber ein echter Ohrwurm konnte ich nicht unbedingt dabei finden. Guter solider Hardcore. Live haben Scarfold allerdings einen ausgepackt und das hat mir außerordentlich gut gefallen. Nach der Show hab ich noch ein bisschen mit den sympathischen Jungs aus Kanada gequatscht und dabei erfahren, das sie gerade an ihrem ersten Album werkeln. Ich hatte das die ganze Zeit immer im Hinterkopf und als ich dann die Ankündigung von Scarfold mit Unstoppable gelesen habe war die Freude um so größer.

Die Promo erreichte mich einige Wochen später als ich gerade unterwegs war, also das Ding gleich mal aufs Handy geladen und angehört. Aber halt, noch mal kurz überlegt und mich dann dagegen entschieden die Scheibe zum ersten mal nebenbei zu konsumieren. Stattdessen hab ich noch einen Tag gewartet und mir das gute Stück dann an einem ruhigen Abend mit Kopfhörern und ordentlich Lautstärke zu Gemüte geführt.

Was einem sofort schon beim ersten Track The Revenge of Reality auffällt ist das Scarfold anders klingen als auf ihren ersten beiden EPs. Der Sound kommt mit einem unheimlichen Druck, die Produktion ist super clean da passt jedes Instrument und der Gesang bringt sich perfekt ein. Die nächste Nummer Unstoppable legt dann noch mal ne Schippe an Geschwindigkeit drauf. Geile Scheibe. Dann kommt auch schon mein absoluter Favorit By Any Means. Bäm! Die Kopfhörer drohen zu explodieren und mir um die Ohren zu fliegen. Der Track verkörpert einfach alles was Hardcore ausmacht. Härte, Präzision, Sing A Long, Breaks alles drin, Wahnsinn. Weiter geht es mit der ersten Auskopplung It´s Over, noch so eine Granate. Der Track hat auch einige Metaleinflüsse die sich perfekt in den Sound mit einbinden. Mit dem darauffolgenden Removed wird dann noch mal ein Gang hochgeschaltet und wieder zwei runter wenn die Nummer ein grooviges Ende übergeht. Mit Devolution kommt eine Nummer die das Tempo aus dem Album ein bisschen raus nimmt, rein Instrumental und mit leichten doomigen Anleihen. Kann man mögen und stört auch nicht unbedingt. Far Gone greift das ganze dann auch auf bevor es doch wieder schön nach vorne geht und mich immer irgendwie an Lionheart denken lässt. Mit dem darauffolgenden Denied kommt wieder ein richtiges Brett das wahrscheinlich in so mancher Playlist demnächst wiederzufinden ist. Groovebeben sag ich da nur! Mit Swallow bewegt sich die Platte dann auf das Ende hin zu bevor mit The Descent der Schlusspunkt mittels einem reinen Pianostück gesetzt wird. Ungewöhnlich aber irgendwie passend zum Ende der Apocalypse.

Man merkt dem Sound eindeutig die Weiterentwicklung an. Das Touren und die Eindrücke daraus scheinen sich in der Platte wieder zu spiegeln.  Ich kann Unstoppable nur jedem der irgendwas mit Hardcore anfangen kann wämstens ans Herz legen. Für mich eine der großen Überraschungen des noch kurzen Jahres. Ich weiß aber sicher das Scarfold mein Gehör erobert haben und ich mich schon mal warm mach für die anstehende Europatour im Mai. Ich bin mir sicher da packen die Jungs ordentlich die Dampfwalze aus und planieren alles Grund und Boden.

Also nicht lange Fackeln und kaufen. Das Album erscheint bei 1054 Records und exklusiv zur Europatour bei Dedication Records in einer kleinen Auflage. Also haltet euch ran bevor es zu spät ist.

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Dedication Records: Scarfold – Unstoppable

YouTube: Scarfold It´s Over

YouTube: Scarfold Live JuZ Erlenbach 2018

Bandcamp: Scarfold

Facebook: Scarfold

 

 

Review: Coming Out Swinging – Step Aside

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Coming Out Swinging aus New York bezeichnen ihren Sound als  Hardcore Rock & Roll und so ganz unrecht haben sie damit nicht. Wobei mit da noch die Punkattitüde fehlt die noch mehr als der Rock & Roll durchdringt. Der 90er Oldschoolsound spielt die Kapelle gekonnt runter und in Kombination mit dem  dahingerotzten Gesang haben die Jungs auch einen wirklich guten Wiedererkennungswert. Mein Highlight der 8 Tracks umfassenden EP sind F.M.L. – Fuck my Life mit seinem wirklich geilem Sing Along und Too Drunk TO BBQ. Letzteres kriegt schon mal den Preis für den geilsten Songtitel des bisher kurzen Jahres und ich find es immer wieder schön, dass nicht alles Bierernst ist! Was mich nicht so anspricht ist das Cover, im Laden hätte ich  Step Aside sicherlich links liegen gelassen, aber das ist ja alles Geschmackssche, für mich fehlt da iregndwie der Bezug zur Mucke. Insgesamt spielen Coming Out Swinging einen roughen Sound und liefern damit eine solide Platte ab in die man mal reinhören sollte.

Der Spaß ist bei WTF Records erschienen und kann auch dort direkt geordert werden.

YouTube: Coming Out Swinging – Step Aside Teaser

WTF Records: Coming Out Swinging

Facebook: Coming Out Swinging

S.H.

 

 

Review: Insufficient Permissions – Said & Done
(oder ein kleiner Reisebericht mit musikalischer Begleitung)

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Insufficient Permissions aus Eisenberg spielen Metalcore und haben letztes Jahr ihr Album Said & Done unter die Menschheit gebracht. Also ab geht die Post, eine schöne Zugstrecke rausgesucht mit der Idee sich ordentlich den Kopf durchblasen zu lassen und mit guter Laune an meinem Ziel auszusteigen.
Zunächst fällt die Laune ab, die Bahn hat mal wieder Verspätung, schlecht für mich gut für die Band weil damit schon mal klar ist, es gibt mehr Raum für aggressiven Sound in meinem Kopf. Nach 20 Minuten kann es dann endlich los gehen. Die Platte von Insufficient Permissions habe ich vor ab schon ein paar mal nebenbei gehört, heute geht es an das Eingemachte nur die Band mit ihrem Album, ich und das Fenster an dem ich sitze. Kopfhörer rein und los geht es mit dem Intro das sich gemächlich in den Gehörgang schleicht und in den ersten Track This Time übergeht. Der Zug ist damit durchgestartet von 20 auf 130 und man bekommt gleich roh und brachial den Sound eingehämmert. Schon beim ersten Song neben dem Intro muss man den Hut ziehen was hier für eine professionelle Arbeit an der Produktion geleistet wurde. Der Track entwickelt von einem brachialen Stück zum Ende hin in eine verspielte von den Gitarren geprägte Nummer, sehr nice, vor allem mit dem Break am Schluss das noch mal powert.
Durch das Fenster läuft ein Regenprogramm das sich aber für mich in Luft auflöst, die Laune ist schon wieder deutlich besser trotz der Verspätung. Der nächste Halt ist Home, passend zur Reise und passend zum Titel des Songs fühle ich mich schon mal rundum zufrieden. Das Lied geht direkt da weiter wo This Time aufgehört hat. Es ist einfühlsamer und hat eine klar im Vordergrund stehende Melodieführung die in einen ruhigen Part übergeht. Man fühlt sich als wenn man heimkommt und der Stress des Tages von einem abfällt und die Anspannung von einem weicht. Die Instrumentierung ist mit Streichern unterlegt, das wirkt zum zurückgenommenen Gesang von Carl Geppert perfekt. Die Reise geht weiter und Histrory Repeats ist für mich eine Nummer die durch perfektes Drumming und vor allem einen präzisen Bass besticht der von kreischenden Gitarren ab dem zweiten drittel des Tracks abgelöst wird. Die Nummer kommt sofort in die Playlist, Hammer!
Das Wetter draußen wird nicht besser aber was will man vom Winter schon erwarten. Die Beklemmung wird stärker als es durch einen düsteren Wald geht, dazu der passende Soundtrack mit Going Down einem groovendem Dampfhammer dessen Refrain zum mitshouten einlädt. Apropos Shouts, der Gesang ist stetes prägnant aber keinesfalls aufdringlich, Prost!
Passend zum letzten Punkt geht es weiter mit Cenosillicaphobie, der Angst vor leeren Gläsern, das kommt mir irgendwie bekannt vor und demnach wird in der Bahn erst mal ein Kaltgetränk ausgepackt. Die Geschwindigkeit außerhalb meines Fensters nimmt zu und wir verlassen den zum Schluß äußerst düster gewordenen Wald wieder. Die Nummer geht treibend nach vorne und erhöht dabei immer weiter den Speed bis es zu einem Break kommt und der Groove wieder einsetzt. Sailors Song bereitet langsam die Ankunft vor, ein eingängiges Stück das die Vielseitigkeit im harten Sound von Insuifficient Permissions wieder spiegelt. Mittlerweile sitzt mir ein anderer Fahrgast gegenüber. Der Fragt ob einem bei der lauten Musik nicht die Ohren weh tun, ich entgegne ihm das das so sein muss, sonst macht es keinen Sinn. Die Unverständnis ist ihm ins Gesicht geschrieben und er wechselt den Platz. Alles richtig gemacht denke ich mir! Der Regen hat aufgehört und ich bin schon beim vorletzten Song mit Unlike Us. Ich schaue mir den Songtitel an und denke mir wie treffend das doch auf die ein oder andere Person hier im Abteil passt. Der Track verkörpert alles was der Metalcore so hergibt, herausstechend ist hier neben den Gitarren der tiefgestimmte Bass.
Mit Said & Done verlangsamt sich der Zug man fährt schon vor dem Bahnhof ruhiger, um mich herum wuselt es, ich bleib aber Sitzen und genieße den ruhigen Einstieg in den Song, der dann von der schnellen Melodie gecatcht wird. Die Gute Laune ist schon da, mittlerweile scheint die Sonne und als der Kontrolleuer noch eilig kommt drücke ich ihm mein Ticket in die Hand und sag ihm, dass er es behalten kann. Ich bin angekommen und Insufficient Permissions waren die perfekte Begleitung mit ihrem Album Said & Done. Das nächste Ticket das ich gerne lösen würde, wäre eines für Ihre Show, denn ich bin überzeugt davon, das Ihre Mucke Live richtig gut zündet und das geneigte Metalcorepublikum diesen noch Geheimtipp definitiv an testen sollte. Oh doch nicht rum, da gibt’s doch glatt noch mal ca. 1 Minute ordentlich böses auf die Ohren, das Lächeln bleibt, einfach geil produziert.

Ach ja, da fällt mir beim aussteigen noch was ins Auge, das Cover. Sieht wirklich sehr schön aus und lässt mich doch glatt noch mal auf den Play Button drücken damit das Ganze noch mal von vorne startet!

Bandcamp: Insufficient Permissions – Said & Done

Facebook: Insufficient Permissions

YouTube: Insufficient Permissions

S.H.

 

 

Review: By A Storm – Your Voice Your Weapon

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Normalerweise höre ich mir die Platten erst ein paar mal an bevor ich mich daransetze etwas darüber zu schreiben. Hier ist das mal aber sowas von anders gelaufen, das ich nach dem ich die ersten Töne gehört habe sofort auf Pause gegangen bin um das Review zu schreiben wenn ich die Platte entjungfere:-).

Es wird einem sofort klar, dass By A Storm mit Your Voice Your Waepon ihrer mittlerweile 2. EP, keine Gefangenen machen. Hier bekommt man in 7 Songs Hardcore in Reinkultur geboten. Los geht der Spaß mit Working Class Hero, endlich mal wieder ein geiler Titel für ein Lied und sofort war da die Assoziation mit meinem letzten Tatto. Dabei fällt einem sofort der prägnante Gesang auf, der sich auch durch die restlichen Tracks zieht. Den hätte man auf Kosten der Instrumentierung etwas zurückfahren können, aber is auch Geschmackssache. Weiter geht es mit Control und mir ziehen automatisch all die Bands wie  Terror, Miozän, Agnostic Front etc. an meinen Augen vorbei. Mehr Odlschool geht nicht. Der nächste Song Rise Up  ist meine persönliches Highlight. Der Mitgrölfaktor im Refrain ist extrem hoch und Live ist das sicherlich die Bombe auch wenn der Song sicherlich der „poppigste“ der Scheibe ist. Das liegt aber nicht nur am Gastauftritt des Bremer Rappers Chrizzo sondern auch am groovigen Sound. Ich finde das immer wieder super, wenn sich auch der Hardcore mal mit anderen Stilrichtungen vermischt, das zeigt auch wie offen man in der Scene anderen Musikstilen gegenüber ist. Irgendwie ein bisschen Sick aus den Anfang der 2000er.

Sometimes haut dann wieder richtig auf den Oldschool-Amboss passend dazu ergibt die Recherche das bei der Nummer Kuddel von Miozän und Tobbe von Night In Gales mit am Start sind. Was ein Brett! Und es wird nicht schlechter, mit Step by Step und dem drauffolgenden Judgement bei dem auch wieder Tobbe mit von der Partie ist geht es gerade so fröhlich weiter mit den Singalongs. Gitarre, Bass und die Drums  sind immer im flow mit dem Gesang, die Qualität stehts hoch auch wenn man vielleicht noch ein bisschen an der Produktion hätte feilen können. Die letzte Nummer Stay True steht für sich und packt irgendwie die zuvor gelaufenen sechs Songs in einen zusammen. Mehr Hardcore geht nicht!!!

Die Platte von By A Storm ist bei Dedication Records erschienen und bei den üblichen Streamingdiensten mit an Bord. Insgeheim hoffe ich natürlich auch noch auf ein Release auf Vinyl, denn so ein starkes Stück Musik gehört auch auf einen ordentlichen Tonträger!

Dedication Records

Bandcamp: By A Storm

Facebook: By A Storm

S.H.

 

 

Review: Optimist – Vermächtnis

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Der Name des neuen Optimist Longplayers ist mit Vermächtnis eindeutig zweideutig gewählt. Einmal gibt es den Song Das Vermächtnis der auf dem Album ist, das andere könnte sein, dass dieses Album von Optimist als Vermächtnis auf Grund der langen Zeit des Stillstandes zu sehen ist. Meine Vermutung ist aber eine andere, die Jungs wussten genau welches große Werk sie mit den 11 Tracks auf den Weg bringen werden und das dieses Album auch noch in ein paar Jahren, ach was schreib ich denn da, in ein paar Jahrzehnten als eines der wichtigsten Death Metal Meisterwerke genannt werden dürfte.
Was einem im Vergleich zum eigentlichen Vorgänger Entseelt aus dem Jahr 2014 sofort auffällt ist, dass die Linie die Sänger Kevin Otto schon auf der gemeinsamen Split mit Bitterness Exhumed eingeschlagen hat konsequent fortgeführt wird. Eine Weiterentwicklung die es im Genre nicht allzu häufig gibt. Die Shouts sind jetzt wesentlich variabler und die die deutschen Texte werden verständlich geschrien. Der instrumentale Part des Klangs von Optimist stehen dem Gesang aber in nichts nach. Die rohe brachiale Gewalt der Gitarre und des Bass wirken schon fast erdrückend, dazu gesellen sich die Drums, die einem mit unglaublicher Präzision in den Schädel hämmern.
Das Intro nimmt einen noch kurz an die Hand und führt einem langsam ihn zum zweiten Track Das Ende allen seins. Ab da ist dann vorbei mit der Gemächlichkeit für den Rest der Platte. Straight In Your Face ist die Devise. Schnell und ohne Rücksicht auf Verluste wird der Sound immer weiter getrieben. Die nachfolgenden Tracks Wutrausch, Lethargie, Abschottung und Das Vermächtnis führen diese Marschrichtung fort bevor man mit Rattengier eine kleine Verschnaufpause spendiert bekommt. Aber schon bei der nächsten Nummer mit dem Titel Richtwahn wird die Handbremse wieder gelöst und der sinnbildliche Leichenwagen fährt mit Tempo 250 durch die restlichen drei Tracks mit den Titeln Freiheit zur Folter, Eitertränke und Opferkult. Anhand der Songtitel so wie auch textlich bleiben sich Optimist treu, Gesellschaftskritisch und negativ ist der Schlachtruf!

Als die Platte das erste mal in einer überdimensionierten Lautstärke lief, gab es einen Kommentar aus dem Off mit „das ist die fieseste Musik die ich seit langem gehört habe“. Mich führt das wieder zum Albumtitel zurück. Optimist haben mit Vermächtnis ein Vermächtnis für den Death Metal geschaffen das seinesgleichen sucht.

Die Scheibe ist bei BDHW erschienen und gibt es in div. Ausführungen.

Bandcamp: Otimist – Vermächtnis

BDHW

YouTube: Optimist – Das Vermächtnis

S.H.

 

Review: Ninetynine – Wasteland

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Das Warten hat endlich ein Ende! Zumindest kam es mir eine Ewigkeit vor, bis ich das Album von Ninetynine endlich in den Händen halten durfte. Das Vinyl hat es natürlich umgehend nach der Ankunft bei mir auf den Plattenteller geschafft und mich nicht enttäuscht.

Auf Wasteland gibt es Hardcore in Reinform. Oldschool First, Ladies and Gentlemen! Die Einflüsse von Madball, Terror und anderen Scenegrössen hört man deutlich raus, aber die Erfurter Jungs machen in ihrem Sound immer noch ihr eigenes Ding daraus.

Nach diversen Sängern hat man mit Lionel Tritschi jetzt jemanden am Start der der Platte durch seinen Gesang einen Wiedererkennungswert einschreit. Die Riffs, das Drumming und der Bass sind präzise und binden sich perfekt in die Produktion ein. Gäste gibt es bei den 10 Songs plus Intro auch noch mit Dennis von den Ryker´s, Sam von Scheisse Minnelli und Patrick von Forester ist einiges geboten. Textlich bewegt man sich auf sicherem Terrain, wobei ich mich schon lange nicht mehr so angesprochen Gefühlt habe wie bei der Nummer This Is My Youth. Für mich einer der Top-Songs der letzten Monate. Auch S.K.A.T.E. hat es mir extrem mit dem schnellen Sound angetan und As One haut einem den Groovehammer um die Ohren. Insgesamt liefern Ninetynine mit Wasteland schon mal das erste Highlight des neuen Jahres ab.

Das ganze ist bei Dead Serious Recordings erschienen und kann auch dort erstanden werden. Wer das Streaming bevorzugt, findet den Hörgenuss bei den üblichen Anbietern.

Bandcamp: Ninetynine 

YouTube: Ninetynine live @ GHCF Summerfest 2018

Facebook: Ninetynine

S.H.

 

Review: Lifesick – Swept In Black

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Wenn man nach der Definition des Bösen sucht, stößt man auf viele Ergebnisse. Lifesick dürfen sich mit ihrem neuen Album Swept in Black nun auch zum absolut Bösen zählen. Für die besinnliche Jahreszeit hauen die Dänen nach ihrem Release 6.0.1. aus dem Jahr 2016 eine Platte sucht die Hardcore in absoluter Brachialität in den Gehörgang bläst.
Hier gibt es dermaßen auf die Glocke wie schon lange nicht mehr. Thematisch erfinden die Jungs um Sänger Simon Shoshan das Rad nicht neu. Es geht um das Leid und den damit verbundenen Schmerz. Menschen in einer depressiven Phase sollten einen weiten Bogen um dieses Stück Musik machen. Der Klang erinnert stark an Nails und Discharge. Es geht kontinuierlich nach vorne maximal kurze Breakdowns fahren das Tempo zurück. Eine Ausnahme ist das acustic Intro zu Suicide Spell. In einer knappen halben Stunde ist die Swept in Black Messe gelesen. Die Gitarren sind Dominant, die Drums sind präzise gespielt und die Shouts fügen sich wie mit einem Hammer reingetrieben in den Sound mit ein. Highlight des Albums sind die erste Videoauskopplung Torment of Life, der Opener Lifesick und das Grindcorebrett Keep me Under. Der Rest der Platte weiß aber auch zu überzeugen. Die Scheibe dürfte nicht jeden Hardcorefreund auf Grund des extremen Sounds ansprechen aber es lohnt sich definitiv mal reinzuhören und sich den Kopf durchblasen zu lassen. Der ein oder andere wird sicherlich seine helle Freude an den Bösen Dänen haben. Lifesick for Life!

Bandcamp: Lifesick – Swept In Black

YouTube: Lifesick – Torment of Life

Facebook: Lifesick

S. H.

 

Review: SmokeBomb – Ninja Tape

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Wenn man SmokeBomb aus Belgien zum ersten mal hört kommen einem viele Bands in den Kopf die man mit Bruchteilen ihres Sound ins Verbindung bringen kann. Da sind Namen dabei wie die guten alten Molotov, direkt gefolgt von Dog Eat Dog und Madball. Auch eine Prise Terror darf nicht fehlen und ein Runde Circle-Pit Hip Hop alla Moscow Death Brigade ist am Start.
Die Band hat es geschafft aus extrem vielen Einflüssen eine neue und durchaus eigene groovige Musik zu kreieren die unverzüglich die Tanzbeine starten lässt.
Der Titeltrack SmokeBomb geht das Ganze erst mal gemütlich an wie ein Track von Such A Surge und zündet dann den Hardcore Part bevor der groove wieder einsetzt, Prädikat „Back to 2000“!
Weiter geht es zum Underground Warrior, der Song startet wie der Vorgänger gemütlich und erinnert wie kein anderer auf dem Tape an Molotov, wobei SmokeBomb immer ihr eigenes Ding daraus machen, Prädikat: „Jump Around“
The Way We Do It geht dann in Richtung Hardcore Hip-Hop und ist das erste Highlight der Scheibe, Cypress Hill lässt grüßen, Prädikat: „Hands In The Air“
Mit dem darauffolgenden Showtime wendet sich das Blatt und es wird einem ein klassisches Hardcorebrett um die Ohren geknallt was wiederum zeigt wie flexibel die Jungs sind, Prädikat: „Stagedive“.
No Answer ist dann das zweite Highlight der Scheibe das vor allem textlich heraussticht und zum rennen einlädt, Prädikat „Circle Pit“. Mit Face The Fact gibt es dann einen guten soliden groovigen Song, Prädikat: „Kopfnicker“.
Last but not least hauen die Jungs mit Stone Art Anthem noch mal eine kurze harte klassische Hardcore Nummer raus die unter der zwei Minuten Marke bleibt, Prädikat: „In Your Face“!

Was besonders positiv auffällt ist, das SmokeBomb trotz der genannten Einflüsse ihren eigenen Sound haben und dieser nicht gecleant ist sondern richtig schön rough klingt. Live wird das ganze sicherlich perfekt funktionieren und wenn die Jungs dran bleiben, können Sie sich eine ordentliche Fanbase erspielen, zu gönnen wäre es Ihnen allemal! Prädikat „ Back To The Roots With Fresh Sound For The Scene“

Bandcamp: SmokeBomb – Ninja Tape

Facebook: SmokeBomb

S.H.

Review: Winds of Promise – Winds of Promise

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Die neuen Supergroup Winds of Promise deren Mitglieder vormals zum Beispiel bei Unity, Ignite, LastLight, Uniform Choice und weiteren Bands gespielt haben, machen ihrem Namen mit alle Ehre. Ihr Debut Album bringt nicht nur frischen Wind sondern Bläst einem wie ein Orkan um. Ihr kennt sicherlich die kleinen feinen Härchen im Gehörgang, wenn ihr diese Scheibe zum ersten mal gehört habt, dann sind diese Härchen einfach nur Platte gebügelt durch den Sound dieser Band. Bis sie sich wieder aufstellen werden um euere Ohren vor dem nächsten Ansturm zu schützen wird so einige Zeit vergehen, wenn sie denn überhaupt die Chance dazu bekommen. Denn es ist durchaus möglich, dass die Nadel durch eure Hände schnell wieder an den Vinylaußenrand gebracht wird um euch noch mal so richtig den erfrischenden Sound durch die Birne zu blasen.

Der erste Track Grab A Little, Take A Lot startet noch gemächlich melodiös und äußerst Punklastig. Da fragt man sich zuerst wo ist da der eingeplante Hardcore hin? Noch während man über diese Frage nachdenkt kommt auch schon der zweite Song Worn angedonnert und man vergisst sofort seine vorherige Überlegung. Da föhnt ein Hardcorebrett um die Ohren das einem erst mal sämtliche Orientierung nimmt. Mehr Oldschool geht nicht. Das darauffolgende Never fängt von Beginn an den Hörer mit seinem Gitarrensound einzulullen und geht dann in den groovigen Straight Edge Sound der Endachtziger über. Rust spielt dann den Sound direkt weiter und zeigt dabei wie vielseitig Winds of Promise innerhalb eines Songs sein können. In dem Track gibt es alles, schnelle aggressive Parts, Melodie, Breakdowns zusammengemischt zum klassischen DC Sound. Der erste Wunsche nach diesen ersten vier Tracks dürfte sein: Die will ich Live sehen, diese Energie will ich im gleichen Raum mit der Band spüren!
Song Nummer fünf geht dann mit Hardwired wieder zum Punk zurück und hier zollt man wohl unter anderem Fugazi Tribut. Immer wieder musste ich bei dem Song dran denken das sich so deren Sound heute anhören müsste. Der Song geht direkt vom Ohr in die beiden Tanzbeine und wer nicht tanzt wippt zumindest mit. Der Namens gebende Song Winds of Promise blickt dann wiederum über den großen Teich und man fühlt sich an den Anfang des Punk in Großbritannien erinnert der damals schon mit den ersten Hardcoreanleihen kokettierte und genau das im zweiten Teil des Liedes widerspiegelt. Hold Out holt einen dann zurück nach Orange County. Hardcore-Punk Sound as it´s Best. No One Got out Alive zeigt dann wieder wie abwechslungsreich die Songs bei Winds of Promise klingen, Groove, Speed & Melodie auf höchstem Niveau vereint. Mit Seasonal wird dann noch mal die schnelle Hardcorerunde eingeläutet. Präzise gespielt auf den Punkt und in zwei Minuten alles gesagt was raus muss. Hardcore in Reinform, mehr geht nicht. Die letzte Nummer The Circumstance packt zu letzte dann noch den Irischen Punk Sound mit rein und schließt die damit das Album wie eine Krönung ab.
Über die Band wurde schon von und auf vielen Seiten berichtet so, dass ich mir das ganze mal spare.
Mein Fazit zur Scheibe ist, dass es schön ist das es noch einen neuen frischen Sound in der Scene gibt und das dies gerade von den Herren im gemäßigten Alter kommt, macht das Ganze noch sympathischer.
Wenn ihr jetzt noch nicht wisst ob der Wind der euch hier um die Ohren bläst der Richtige für euch ist dann checkt das ganze mal beim Streamingdienst eures Vertrauens an und lasst den Sound zu einem ordentlichen Sturm in eurem Gehörgang werden.

Facebook: Winds of Promise

Facebook: Unity World Wide Records

Coretex: Winds of Promise

YouTube: Worn, Rust,The Circumstance

S.H.

 

Review: Coldstare – Bounce Back

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Coldstare aus Belgien spielen auf ihrem neuen Album Bounce Back Oldschool Hardcore der 2000er. Schon beim ersten Track Blood and Lies wird das Gaspedal durchgetreten. Die Bremse wird auch bei den darauffolgenden neun Songs nur selten in kurzen Midtempo-Parts gefunden. Zeitlich bewegen sich alle Tracks im zwei bis drei Minutenbereich. Was einem immer wieder in den Gehörgang sticht, ist die etwas tiefere Stimme von Sänger Philippe die dem Sound von Coldstare einen gewissen Wiedererkennungswert gibt. Handwerklich hört man der Band an, dass sie ihre Instrumente beherrschen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sie Live ganz schön rum kommen.

Highlights von Bounce Back sind die Songs Side by Side, Time to Prove und Sleight of Hand. Alles drei schnelle Nummern die einem immer wieder von den Strukturen her an Bands wie Blood for Blood und Agnostic Front erinnern. Aber auch die restlichen Songs der Platte zeugen von hoher Qualität. Textlich gibt es gewohnte Kost, da wird vom harten Leben auf der Welt und der Loyalität in der Scene gesungen.

Coldstare machen es dem ein oder anderen vielleicht nicht leicht beim ersten hören, von daher sollte man Bounce Back ein paar Durchläufe gönnen. Es lohnt sich. Leute die auf den klassischen Sound stehen werden sowieso mit der Scheibe ziemlich glücklich werden. Die Platte ist bei WTFRecords erschienen und auch auf allen gängigen Streaming-Plattformen zu hören.

Von ihren Livequalitäten kann man sich in den nächsten Monaten speziell in Deutschland überzeugen auf Ihrer Tour mit Miozän und noch ein paar einzelnen Gigs mit anderen Bands.

Facebook: Coldstare

vi.be: Coldstare

S.H.

 

Review: Invisible Hand – Merciless

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Invisible Hand haben mit Merciless ihre erste EP releast. Die fünfköpfige Band setzt sich aus ehemaligen Mitgliedern von SayFuckYouAndSmile und Voice of Silent Fate zusammen. Der Sound der Jungs liegt zwischen klassischem Hardcore und Beatdown, wobei letzteres in den fünf Tracks der EP überwiegt.
Gestartet wird der Spaß mit Endless Circle das erst mal flott abgeht bevor es im letzten drittel in einen groovigen Beatdownsound endet. Die Produktion klingt hier schon recht Fett mit ordentlich Druck im Bass. Stimmlich zeigt sich das ganze im Hardcore mit einem ordentlichen Schuss Death Growls. Track Nummer zwei REV 17.1 läuft dann auch etwas langsamer an ohne dabei aber seiner Brachialität einzubüßen. Heraus stechen hier die dumpfen bis sägenden Gitarren und auch textlich geht das ganze hart ins Gericht mit seiner Umwelt. Beim darauffolgenden Moths orientiert man sich bei den Lyrics an den kleinen manchmal gruseligen Tierchen und stellt den Vergleich zum menschlichen Leben her. Der Song selbst ist rein von der Musik eine solide Nummer, kann aber nicht in vollem Umfang überzeugen wie der Rest von Merciless. Mit On The Edge und Splitted Time kommen dann zum Ende hin die zwei besten und auch vom Sound her abwechslungsreichsten Nummern der EP. Hier wird viel geboten im Songwriting. Es gibt Breaks und sehr viel groove und auch der Speed kommt nicht zu kurz. Textlich bleibt man sich treu, die Welt ist eben nicht die beste.
Invisible Hand erfinden mit Merciless den Hardcore nicht neu aber das müssen Sie auch gar nicht, die Songs sind kreativ und hauen ordentlich drauf. Mit der EP haben die fünf Typen schon mal eine Duftmarke gesetzt die Lust auf mehr macht!

Homepage: Invisible Hand

Facebook: Invisible Hand

Bandcamp: Invisible Hand

Video: Invisible Hand – Splitted Time

S.H.

 

Review: End of Nothing – Oblivious

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End of Nothing haben den Groove auf ihrem neuen Album Oblivious für sich entdeckt.

Die Jungs aus Nürnberg zünden gleich in ihrem ersten Song Land Of Disease die Hardcore-Granate. Der Track startet schnell und wechselt dann immer wieder über in langsamere groovige Parts. Was einem sofort ist ins Ohr sticht ist der geschriene Gesang. Danach geht es weiter mit EneMe bei dem die Gitarren immer wieder an die alten Slayer erinnern, Unterstützung gibt es dabei ebenfalls von Jokk (Cruselife) . Für mich das erste Highlight der acht Tracks von Oblivious. Words Of Wisdom hebt die Speedkurve dann erst mal wieder deutlich an, bevor es sich dann extrem nach unten schraubt. Der Track dürfte Live demnächst zum Pflichtprogramm gehören und für das ein oder andere zerstörte Tanzbein sorgen. Im darauffolgenden Do Or Die wird dann dem klassischen Hardcore alla Terror und Konsorten gefrönt. Weiter geht es mit Brothers Remain das im Refrain in den Beatdown übergeht und mit einer Spielzeit von 1:18 Minuten zum kürzesten Stück der Platte zählt. Mir gefällts kurz und schmerzlos auf die 12! Mit Suck My Trust kommt dann das zweite Highlight um die Ecke. Der Song glänzt durch seine sägenden Gitarrenriffs und einem perfekten Timing im drumming. Der Guest Part übernimmt in diesem Track Victoria von Peer Pressure aus Kanada die durch ihren Gesang das ganze noch mal deutlich veredelt. Mit Rise And Shine gibt es dann noch mal Hardcore Sound der Live super funktionieren dürfte. Die letzte Nummer kommt mit Disgrace To All als alter Bekannter daher. Es handelt sich dabei um eine Neuaufnahme die schon auf End of Nothing´s Debut aus dem Jahr 2013 mit von der Partie war. Seitdem hat sich das Line-Up geändert und gerade hier fällt einem auf, welche positive Weiterentwicklung die Band genommen hat. Oblivious wurde in Nürnberg mit Konstantin Barski aufgenommen und in den den Heavy Gear Studios in Polen wurde das Werk dann gemixt und gemastert. Man hört der fetten Produktion an, dass hier so einiges an Herzblut mit reingeflossen ist.

Das Album ist eine kleine Überraschung und es wird sicherlich noch öfter in nächster Zeit über meine Anlage laufen. Ab 13. Oktober kann sich jeder selbst ein Bild davon machen und das am besten gleich mit einem Kauf von End of Nothing – Oblivious verbinden. Das Artwork des Plattencovers lädt alleine schon mal dazu ein sich ab und an mal den Gehörgang davon durchputzen zu lassen.

Bandcamp: End Of Nothing

Facebook: End Of Nothing

YouTube: End Of Nothing – EneMe

S.H.

 

 

Review: Gloves Off – Born Broken

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Gloves Off aus Philadelphia liefern mit ihrer Debut EP Born Broken ein richtig fettes Brett zwischen Hardcore und Metal  ab. Die Scheibe bietet fünf Tracks die alle durchweg auf hohem Niveau sind. Gestartet wird mit Caesura das nach einem kurzen Spoken Word Intro in einen kleinen Metalpart über geht, bevor es nach ca. 40 Sekunden zu einem kurzen aber knappen Hardcoresong wird. Der zweite Track Wolf Creek Inn ist ein Schlag mitten ins Gesicht und die beste Nummer dieser EP, harte Riffs, kratzende Shouts und irgendwie musste ich immer beim hören an die alten Pantera denken. Bei dem darauffolgenden Slow Burn handelt es sich um eine Midtempo-Song dem es aber an Brutalität nicht fehlt. Hier findet man dann die ein oder andere Anleihe von Code Orange speziell im riffing. Geile Nummer! Currents überzeugt dann mit seinen ständigen Tempowechslen und den neben dem geschrienen Gesang mit dunklen Growls. Der letzte Song der der EP Roanoke lässt die Platte so ausklingen wie sie begonnen hat, erst ein leichter Metal und dann ein schneller Hardcore.

Mich haben die Jungs von Gloves Off schon mal mit ihrer Born Borken EP überzeugt, ich hoffe es gelingt ihnen bei noch mehr Leuten! Erscheinen wird das ganze bei Fast Break Records!

Facebook: Gloves Off

Fast Break Records

 

Review: Terror – Total Retaliation

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Terror sind Hardcore und bleiben es mit ihrem neuen Album Total Retaliaton auch. Ihre Fans werden diese Album lieben denn es bietet wie eine neue ACDC Scheibe den gewohnten Sound. Was allerdings schon mit dem ersten Track This World Never Wanted Me auffällt und sich durch das Album mit der ein oder anderen Nummer zieht ist, dass sie in einigen Songs langsamer geworden sind. Der Midtempobereich erinnert an ihre alten Tage. Der Rest der Platte geht aber wieder flott ab mit schnellen Riffs und Scott Vogels prägnanten Shouts. Terror bleiben sich auch Textlich treu. Einzig Post Armageddon Interlude sticht hier heraus mit seiner Kritik an Trump´s Amerika und das hört man auch musikalisch da es sich um einen Rap-Track handelt. Alle anderen Songs des Albums liefern die gewohnt hohe Terror-Qualität ab. Total Retaliation ist ein Album wie man es sich wünscht und das jeden Hardcorefan glücklich machen dürfte!

S.H.

Review: Mein Kopf ist ein brutaler Ort – Selbstmitleitkultur

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Drei Jahre sind ins Land gezogen seit ihrem letzten Release mit „Brutalin“. Drei Jahre denen man die Entwicklung von Mein Kopf ist ein brutaler Ort auf ihrem neuen Album Selbstmitleitkultur deutlich anhört. Für diejenigen für die es wichtig ist eine Band zu kategorisieren, kann man sagen ihr Sound schwankt immer wieder zwischen Metal und Hardcore was aber hervorragend zusammenpasst. Im Vergleich zu zum Vorgänger Album und der „Die Neue Deutsche Schelle“ EP aus dem Jahr 2013 hört man der Produktion an, dass hier mehr Geld und wahrscheinlich auch dadurch mehr Zeit zur Verfügung stand. Der Sound ist klarer strukturiert und nicht mehr so Bass- und Bassdrum- lastig wie noch auf „Brutalin“. Textlich bleibt alles beim alten, es wird deutsch gesungen mit zwei Sängern was das ganze sehr abwechslungsreich gestaltet. In den 10 Songs werden Alltagsthemen gesellschaftskritisch betrachtet.

Klare Highlights dieses Albums sind Ikarus das seine Wurzeln im Metal hat und bei der das kleine Gitarrensolo im letzten Teil der Nummer richtig gut funktioniert. Dann die erste Single Janusmann mit dem eingängigen Refrain den jeder mitgrölen kann und der deutliche in Richtung Hardcore angesiedelt ist. Und natürlich gibt’s da noch den Titeltrack am Schluß der Scheibe mit Selbstmitleitkultur der in Richtung Metalcore tendiert. Ihr merkt die Platte bietet viel Abwechslung und dürfte eine großen Querschnitt an Fans härterer Musik ansprechen. Auch die anderen sieben Tracks können durchweg in der Spielzeit von ca. 45 min überzeugen, Langweile kommt da keine auf weil es keinen Durchhänger auf dem Album gibt.

Besonders gut hat mir der Gitarrensound gefallen der nun endlich deutlich im Vordergrund steht. Insgesamt ist das ne Runde Sache was die Jungs hier abliefern und eine Empfehlung auf jeden Fall wert. Live sind Mein Kopf ist ein brutaler Ort immer sehenswert und es bliebt zu hoffen das es demnächst eine ordentliche Tour zum neuen Album gibt.

Website: Mein Kopf Ist Ein Brutaler Ort

Bandcamp: Mein Kopf Ist Ein Brutaler Ort

S.H.

 

Review: Eisberg – few will remain

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Ist es eine EP? Ist es ein Album? Man weiß es nicht aber was man weiß, es handelt sich bei few will remain um eine richtig gute 12″ mit sieben Knaller Tracks! Eisberg sind zurück. Lange hat es gedauert, das letzte musikalische Lebenszeichen stammt aus dem Jahr 2013 in Form vom Eisberg Tape mit drei Songs. Bis heute haben die Jungs ordentlich getourt und bei dem ein oder anderen Fan damit immer wieder in die Hoffnung geweckt, dass es bald mal was Neues gibt. Jetzt ist die Scheibe draußen und die Band ist besser denn je. Der Hardcore steht nun klar im Vordergrund mit einer kleinen Brise Punk und auch Metal.

Mit Enough is Enough startet das ganze gleich mal ordentlich durch gefolgt von dem etwas langsameren Track Out of Touch bei dem Ays einen Guest Part mit einnimmt. Es folgt der erste Höhepunkt mit Forced of Despise, einem richtig schnellen Oldschool Hardcore Song. Danach wird wieder einen halben Gang runter geschaltet mit Moving On bei dem die Jungs ebenfalls Unterstützung in Form der Dead Swans  bekommen. Mit No Change fühlt man sich dann zurückgeworfen in die 90er, Hardcore wie in alten Zeiten mit einem gemäßigten Beginn der dann in dem Track weiter geführt wird und ordentlich nach vorne geht. Eindeutig das zweite Highlight von few will remain. Never Cared  drüfte der absolute Live Knaller werden mit seinem mit wippenden Refrain. Last but not least gibt’s dann bei der letzten Nummer noch mal Unterstützung in Form von der Death Metal Crew Venom Prison mit Larissa (einst Wolf Down in ihren besseren Zeit) am Mic. Wer sich jetzt denkt wie geht das denn sollte sich das ganze mal zu Gemüte führen, seit versichert es geht, es ist geil und knallt!

Bandcamp: Eisberg

S.H.

 

Review: Canine – Bleak Vision

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Ich habe Canine dieses Jahr zum ersten mal gesehen bzw. was von der Band wahr genommen. Ich gebe zu, die Live Performance hat mich zuerst damals nicht so angesprochen, aber als erste Band des Abend hat man es auch nicht immer leicht. Was mich aber richtig geflasht hat, war der Sound und demnach konnte ich kaum erwarten das Album Bleak Vision zu hören.

Den Klang der fünf Frankfurter würde ich als Meldoic Chaotic Hardcore Punk beschreiben, der unglaublich frisch daher kommt. Die Produktion ist recht clean alle Instrumente sind dabei gut rauszuhören trotz der manchmal aufkommenden chaotischen Songstrukturen. Der Sound der Stimme wechselt von Gesang zu Gekreische und hat einen gewissen Wiedererkennungswert. Textlich ist man sich momentan mit der Scene einige und bleibt negativ Gesellschaftskritisch.  Man merkt der Band auf dem Tonträger an, dass sie viele Konzerte auf dem Buckel haben und top aufeinander eingespielt sind. Die Scheibe kommt mit 11 Songs daher, von denen alle in der oberen Liga mitspielen. Der Opener Toxic führt einen erst mal etwas langsamer an das Album ran und fungiert als rockiger Tür Öffner zum Rest der Platte. Mit dem folgenden Songs Ancient Lies und Useless Breed wird dann aber schnell klar, hier werden keine Gefangen gemacht. Die restlichen Tracks gehen dann in die gleiche Richtung wobei hier auf jeden Fall von das hervorragende Saturday und Bulletsucker  so wie mein Lieblingssong You Could Have Been a Revolution zu erwähnen sind. Gerade die letzten beiden haben den Groove für sich gepachtet mit einem großen rockigen Anteil der die Audience tanzen lassen dürfte.

Für mich, wenn man davon bei der Band überhaupt noch davon sprechen kann sind sie der Überraschungsnewcomer dieses Jahres. Jeder der in seinem Musikgeschmack dem reinen Hardcore etwas offener ist sollte zumindest mal in diese Album reinhören, versprochen es lohnt sich!

Bleak Vision ist bei Bacillus / Bellaphone Records erschienen und gibt’s als Vinyl, CD, Download und dem Streamingdienst eures Vertrauens.

Bandcamp: Canine

S.H.

 

Review: Counterparts – Private Room EP

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Drei Tracks kurz und knapp in sieben Minuten auf die Zwölf. Die Band macht genau da weiter wo sie mit ihrem letzten Album aufgehört hat. Musikalisch bleibt erst mal alles beim alten, Counterparts haben einfach ihren eignen Sound kreiert in dem sie ich konstant weiterentwickeln. Textlich heben sie sich schon lange vom Einheitsbrei vieler anderer Hardcorebands ab. Live konnte man sie ja in den letzten Wochen von ihren Qualitäten überzeugen, das sie momentan zum besten zählen das es auf den Bühnen gibt. Es wurden unter anderem auch die Tracks der EP gespielt die sich wunderbar in Set einfügen. Mein persönlicher Hit ist „We Forgive“ weil er mal einen ticken anders klingt und die Band damit ihre Flexibilität zeigt.

Ich kenne die Überlegungen, ob sich ein Kauf für nur drei Tracks lohnt aber hier kann man nur eines dazu sagen: kaufen, anhören und abtanzen!

Bandcamp: Counterparts

S.H.

 

Review: Peace of Mind – Penance

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Jetzt hat die Band aus Thüringen endlich ihr komplettes erstes Album am Start. Der Sound bietet für jeden etwas, Hardcore, Beatdown und Metal sind klanglich vertreten. Das Ding geht mit seinen 12 Tracks steil voran und verliert nur mal an Fahrt wenn es zu einem Tempowechsle kommt. Man merkt dem Album deutlich an, dass die vier Jungs sich in den letzten Jahren den Arsch abgespielt haben. Der Sound hat eine toughness wie man sie in letzter Zeit selten gehört hat. Jeder beherrscht sein Instrument und die Vocals von Louis knarzen und krächzen nur so aus den Boxen. Guest Parts gibt´s natürlich auch, wobei der Track mit „How Does It Feel“ mit David von Walking on Rivers besonders mit seinem cleanen Refrain heraussticht. Dieser ist auch mein persönliches Highlight und ich finde es gut, dass sich hier die Band experimentierfreudig zeigt.

Auf Grund der Releasedichte im Herbst habe ich zuvor die Befürchtung gehabt das die Platte etwas untergehen könnte aber die Scheibe ist über alles erhaben. Peace of Mind werden mit dem Ding sämtliche Bühnen in eine Stagediverhölle mit Moshpiteinflug verwandeln. Das Album zählt für mich definitiv zu den besten drei die diese Jahr aus Good Old Germany rausgekommen sind.

Bandcamp: Peace of Mind

S.H.

 

Review: Worst – Deserto

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Nach drei Jahren gibt es jetzt endlich was neues auf die Ohren von Worst. Insgesamt haben es die Jungs aus Brasilien auf neun abwechslungsreiche Tracks gebracht. Von Hardcore bis Metal ist da alles vertreten. Man merkt dem Album sofort an, dass es der Band offensichtlich gut getan hat sich mit dem Release Zeit zu nehmen. Die Sound klingt gereift und durchdacht. Das ganze erinnert immer mal wieder an Max Cavalera und seine ganzen Projekte, besonders immer wenn es in einzelnen Passagen experimentell wird.

Insgesamt knallen aber alle Songs und sind für das Moshpit geschrieben. Da freut man sich wenn die Jungs im Herbst auf Tour kommen und besonders auf den Gig bei diesjährigen Stäbruch Festival. Von mir gibt’s für die Scheibe ne absolute Empfehlung!

Bandcamp: Worst

S.H.

 

 

Review: World Demise – World Demise

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World Demise aus New Jersey haben nach ihrer zwei Track Promo nun ihre EP mit sieben Tracks an den Start gebracht. Die zwei Songs der Promo finden sich mit „Final Damage“ & The Forgotten Ones auch auf dieser Platte.

Das Intro,  ist das üblich schon tausendmal gehörte Sirenengeheul und lädt damit erst mal nicht unbedingt ein zum weiterhören. Dann wendet sich das Blatt ziemlich schnell mit dem zweiten Track „No Return“ in den tiefergestimmten rotzigen Gitarrensound und den rauen Gesang von Greg Falchetto. Der Sound ist klar Hardcore lastig mit Einflüssen aus dem Beatdown-Genere. Danach gibt’s dann erst mal die bekannten zwei Tracks der Promo. Der Rest vom Fest mit drei Tracks bietet dann das beste der EP. Bei „Dead & Gone“ gibt’s dann auch noch einen Guestpart von Brendan Garrone (Incendiary).

Insgesamt sind die sechs Tracks, das Intro hier mal ausgenommen, wirklich eine feine Sache und sollten so einige Hardcorefans glücklich machen. Das ganze gibt’s jetzt über Demons Run Amok, Bandcamp (für 1000$???) und in über die üblichen Streaminganbieter.

Bandcamp: World Demise

S.H.

 

Review: New Heart – Feel The Change

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New Heart haben gleich mal nach ihrer Debut EP „Time is Running Out“ den Sänger gewechselt. Ob der Titel des aktuellen Albums „Feel The Change“ darauf basiert, darf man wohl eher ironisch betrachten. Mit Hayden French ist nun jemand am Mic der einen deutlichen Wiedererkennungswert hat. Die Tiefe seiner Stimme gibt der Band einen wirklich anderen Sound obwohl der Rest alles beim alten geblieben ist.

New Heart haben mit dem Album die bis jetzt beste Straight Edge Platte rausgehauen in diesem Jahr. Die 12 Tracks gehen alle ab wie Schmitz Katze. Textlich werden die üblichen Themen abgehandelt, lassen aber auch genug Raum für Interpretationen offen. Der Sound ist deutlich an die klassischen Bands des Genere wie Gorilla Biscuits, Youth of Today und andere angelehnt. Wer das gerne hört, macht hier nichts falsch. Als Anspieltipps geb ich mal die vor ab veröffentlichte Single „One Less Change“ & „No More Hate“ mit, die einem nur so um die Ohren ballern. Mein Lieblingstrack fällt mit „Life is a Stake“ etwas aus dem Rahmen. Es ist eine Nummer mit extrem viel groove dem deshalb dann auch etwas die Geschwindigkeit zum Rest des Albums fehlt.

Für mich ist die Platte ein „Must Have“ dieses Jahres und gehört in jeden gut sortierten Plattenschrank bzw. Streamingaccount.

Bandcamp: New Heart

S.H.

 

Review: Don´t Sleep – Bring The Light (2018)

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Die Allstar-Band rund um den Sänger Dave Smalley hat im Februar ihr zweites Release in Form einer 7″ an den Start gebracht. Die Tracks gehen voll in ihrem Hardcore-Punk Sound auf. Heraus sticht aber der Song „Lazarus“ mit seinem absolut Ohrwurm tauglichen Refrain.

Allen drei Tracks, hört man wie auch schon auf ihrer Debut 12″ „Dont´t Sleep“ an, dass hier mit Tom McGrath (Guitar), Tony Bavaria (Guitar), Jim Bedorf (Drums) und Garret Rothman (Bass) absolute Routines am Werk sind.

Die 7″ kommt in orangem Vinyl und ist auf Reaper Records erschienen.

Bandcamp: Don´t Sleep

S.H.

 

Review: Blind Justice – No Matter The Cost (2018)

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Oldschool Hardcore mit Trash Einflüssen aus New Jersey der so richtig straight nach vorn geht. Ich muss zugeben nach dem ersten Durchgang mit dem gelben Vinyl bin ich erst nicht so richtig warm mit dem Sound geworden. Das Vorgängeralbum „Undertow“ hab ich zuvor eine Zeitlang rauf und runter gehört. Im Vergleich dazu, ist der Sound jetzt cleaner, einzelne Instrumente hört man deutlich raus und Mike Bottis Stimme hat noch mal deutlich einen drauf gepackt. Aber eines morgens bei nem Tässchen Kaffee war dann der Moment da, wo mich die Platte doch abgeholt hat und bis jetzt mindestens einmal wöchentlich meinen Plattenspieler beehrt.

Die Scheibe kommt mit 10 Tracks daher die im Schnitt im eineinhalb bis drei Minuten Bereich liegen. Meine Favoriten sind „Day by Day“ mit nem tollen Refrain der für einen Wiedererkennungswert sorgt. Mein zweites Highlight ist „Burn You Down“ das mit 2:59 Minuten längste Stück. Hier zeigen Blind Justice ihr gesamtes Repertoire auf. Der Track geht erst richtig schön nach vorne mit sägenden Riffs und endet dann in einem groov Part der bei jeder Show für ein hüpfende Menge sorgen sollte. Mein absoluter Favorit der Platte ist dann auch mit 0:42 der Titeltrack „No Matter The Cost“, schnörkelloser Hardcore der nun auch in meiner Spotify Playlist zu finden ist. Aber auch der Rest des Albums passt und ich könnte jetzt nicht sagen das da ne schlechte Nummer dabei ist die man unbedingt überspringen muss. Textlich gibt es das mittlerweile übliche zu hören seit dem Trump der Präsident der Amerikaner ist.

Insgesamt würd ich die Platte Leuten empfehlen die gerne Madball, Down To Nothing und andere aus dieser Richtung hören. Ich hoffe sie schaffen es bald mal nach Europa, denn zu einem Konzert in der Nähe würde ich nicht nein sagen.

Bandcamp: Blind Justice

S.H.

 

Review: Bonjour Tristesse – Your Ultimate Urban Nightmare (2018)

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Das Album ist ein atmosphärische Black Metal Meisterwerk. Der Titel trifft mit „Your Ultimate Urban Nightmare den Sound von Bonjour Tristesse wie die Faust aufs Auge.
Der Klang ist Perfekt für die Nacht in der Großstadt, aber funktioniert auch bei mir auf dem Land. Das ganze klingt ein bisschen an manchen Stellen wie Deafheaven ist aber vom Sound doch ne Spur härter wobei nie die Melodien verloren gehen.
Der erste Song ist gleich der Titeltrack des Albums und reist einen voll mit. Danach wird direkt mit „Like the Scythe in the Ripened Field“ ne Schippe drauf gepackt. Der Track besticht durch sein hervorragendes ruhigeres Break nach dem es dann noch mal nach vorne geht.
„Aliennation“ ist ne ruhiger Nummer und passte für mich erst nach den ersten paar mal hören ins Gesamtbild, mittlerweile würde ich behaupten das genau das Stück dem Album eine Tiefe gibt das so manchen Releases heutzutage fehlt. Eine gewisse Melancholie lässt grüßen.
„Another Bullshit Night in Suck City“ is ein geiler Name und man könnte vermuten das sich dahinter ne treibende Nummer befindet, allerdings ist es Stück ohne Gesang und nur mit Klavier. Kann man mögen muss man aber nicht und wird wohl von dem ein oder anderen geskipt werden sofern er nicht auf Vinyl hört.
Weiter geht’s mit „One of the Ghostfolk“ einem auch wenn man es nicht auf die Dauer des Tracks auslegt epischen Stück Sound. Ruhig mit hartem Gesang und geilen Riffs.
Was nun folgt ist mein Highlight Song des Albums mit „The Act of Laughing in Wold Once Beautiful Now Dying“. Der Gitarrensound erinnert mich hier an einige Songs von Dredge allerdings in etwas metallischerm Sound. I Love IT!
„Blacktop Prison“ ist dann noch mal ne kurze Klaviernummer, kann man durchaus verkraften.
„Wavebreaker“ ist eindeutig die härteste Nummer der Platte und gehört auch zu meinen Lieblingstracks, vielleicht auch weil sich die Gitarren dem Sound von „The Act of Laughing …“ sehr ähnlich sind.
Ein treffender Titel für den letzten Song des Albums konnte man mit „The End of the World“ wohl kaum finden. Hier zeiget Bonjour Tristesse noch mal was sie alles drauf haben von schnellen Riffs über melodiöse Breaks.
Den Gesang der Platte finde ich hervorragend wie auch schon beim Vorgänger „Par un sourire“ passte der Black Metal Sound zu den epischen Songs die auch gerade durch die Stimme getragen werden. Insgesamt klingt die Produktion wesentlich fetter, man merkt deutlich das hier wohl einiges an Zeit drauf gepackt wurde.
Für Vinyl Freunde gibt es die Scheibe in klassischem Schwarz und dann noch in Rot bzw. Schwarz splattered in der Limited Edition.
Wer jetzt Bock hat mal reinzuhören findet das ganze auf Bandcamp!
Open your mind for Bonjour Tristesse und bleibt sauber!

Bandcamp: Bonjour Tristesse

S.H.